„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“ Kahlil Gibran

 

Bäume haben uns Menschen schon immer fasziniert. Wenn wir uns vor Augen führen, dass es mehr als 4 Milliarden Jahre dauerte, bis die ersten Bäume wuchsen. Zudem sind sie in der unendlichen Vielfalt der Arten eine Besonderheit, denn sie sind perfekte lebendige Skulpturen, die der Schwerkraft trotzen. Sie sind eine imposante Naturerscheinung, die im ständigen Wachstum Richtung Himmel strebt. Ohne große Eile wachsen sie der Sonne entgegen, die sie nährt.

Schon im Altertum galten Bäume als mystische und spirituelle Orte, die uns anzogen. Wir profitieren in vielfältiger Weise von ihnen, denn sie liefern uns Nahrung, Brenn- und Bauholz und vieles andere mehr; in der Aromatherapie verwenden wir auch ihre ätherischen Öle. Die Pflanzenfamilie der Kiefergewächse (Pinaceae) hält einige Düfte für uns bereit. Über die Zirbel- und Latschenkiefer hatte ich bereits auf unserer Duft-Reise nach Südtirol berichtet. Viele der Öle kommen aus Frankreich, ausgenommen dem der Fichtennadeln, das in Russland gewonnen wird, und der Latschen- und Zirbelkiefer aus Italien und Österreich. Hier möchte ich euch die ersten sieben Baumöle für den Winter vorstellen:

 

Stark durch den Winter mit den Baumölen

Die ätherischen Öle werden bei diesen Bäumen immer mit Hilfe der Wasserdampfdestillation aus den Zweigen gewonnen, somit entsteht auch jedes Mal ein Hydrolat von diesen Ölen. Was bei genauerer Betrachtung der Wirkungen der Öle auffällt: Sie können alle bei Bronchitis eingesetzt werden. Daher ist in der Erkältungszeit eine Mischung dieser Öle perfekt. In diesem Artikel findest du einige Ideen für die Winterzeit. Die Baumöle sind in der Duftlampe wegen der auch oftmals raumluftdesinfizierenden Wirkung ein Schutz vor den Bazillen und für die Nase eine Wohltat. Den Duft der Fichtennadel, Riesentanne, Kiefernadel und Latschenkieferkennen wir von den Aufgüssen aus der Sauna.

Sie wirken unter anderem antiseptisch und schleimlösend. Wir können wieder tief durchatmen und zur Ruhe kommen, die Baumöle lassen uns entspannen und auch unsere Seele kann durchatmen. Wie die Bäume sich Richtung Himmel aufrichten, können auch wir uns mit tiefen und bewussten Atemzügen wieder aufrichten und gen Himmel strecken und sind gleichzeitig gut verwurzelt, entspannt in unserer Mitte, in unserer Kraft.

 

Rezepte mit den Baumölen

 

Aktivierender Waldspaziergang

4 Tropfen Douglasfichte
3 Tropfen Zitrone
In die Duftlampe geben. Diese Mischung ist besonders gut geeignet, um die Raumluft zu verbessern und um konzentriert arbeiten zu können.

 

Fit für den Frühling

5 Tropfen Weißtanne
3 Tropfen Limette
2 Tropfen Zitrone
In 50 ml Jojobaöl geben. Diese Mischung im Lendenbereich einmassieren, wirkt tonisierend bei Frühjahrmüdigkeit und Erschöpfung.

 

Hautschmeichler-Öl

5 Tropfen Kiefernadel
2 Tropfen Lavendel fein
2 Tropfen Bergamotte
In 30 ml Aprikosenkernöl geben und damit nach dem Duschen das Gesicht einölen.

 

Ausgeglichen und entspannt

5 Tropfen Fichtennadel
5 Tropfen Orange
In die Duftlampe geben. Die beiden Öle wirken entspannend und ausgleichend.
Besonders am Abend geeignet, um den Tag ausklingen zu lassen.

 

Herbes Rasierwasser

10 Tropfen Zirbelkiefer
10 Tropfen Zeder
In 100 ml Hamameliswasser geben. Vor jedem Gebrauch gut schütteln.
Das Hamameliswasser hilft bei grobporiger und fettiger Haut.
Das Zedernöl ist hautpflegend und die Zirbelkiefer kräftigend.

 

Muntermacher für müde Muskeln

6 Tropfen Latschenkiefer
4 Tropfen Limette
5 Tropfen Weihrauch
Die ätherischen Öle in ein fettes Trägeröl geben, etwa in Jojobaöl oder Johanniskraut Mazerat, und in die von Muskelkater betroffene Muskulatur einmassieren (Vorsicht: Johanniskraut Mazerat kann wegen seiner Farbe die Wäsche färben).

 

Hast du schon mit den Baumölen gearbeitet? Welcher der sieben ist dein Lieblingsduft?