Oft werden die ätherischen Öle hauptsächlich in der Duftlampe verwendet. Das ist schon mal ein Anfang, doch es gibt noch so viel mehr Möglichkeiten, die duftenden Essenzen im Alltag zur Steigerung des Wohlbefindens zu nutzen. Aber es gilt einiges zu beachten, denn falsch angewendet, können sie auch ungewollte Nebenwirkungen haben.

 

Auf was muss ich bei der Anwendung achten?

Die Dosierung von 0,5–3 % sollte nicht überschritten werden. Eliane Zimmermann stellt auf ihrem Blog extra Dosierkärtchen zur Verfügung. Vorsicht ist grundsätzlich bei Asthmatikern, Epileptikern, Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern geboten. Auch vor der innerlichen Einnahme ist abzuraten. Es gibt einige Öle mit sehr stark wirkenden Inhaltsstoffen, die als „Therapeuten-Öle“ gelten. Diese sind für den Profi gedacht. Doch da es eine Vielzahl an ätherischen Ölen gibt, existieren mindestens doppelt so viele unbedenkliche Öle, die verwendet werden können. Wer sich weiter mit der Thematik beschäftigen möchte, findet geeignete Literatur von der Autorin Eliane Zimmermann – für den Einsteiger bis hin zum Profi-Fachbuch ist alles dabei.

 

Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es denn?

  • Vollbad: 4 bis 7 Tropfen mit 1 EL Emulgator wie Honig, Milch, Salz mischen
  • Teilbädern: Es genügen 3 Tropfen mit einem Emulgator wie Honig, Milch, Salz
  • Massagen: bis zu 20 Tropfen auf 100 ml fettes, leicht warmes Mandelöl
  • Peeling der Hände/Füße: 5 EL Zucker mit 2 bis 3 Tropfen ätherischem Öl mischen
  • Gesichtsmaske: 3 EL Heilerde mit 2 bis 5 Tropfen ätherischem Öl und Wasser anrühren
  • Riechpäckchen: 1 bis 2 Tröpfen auf ein Taschentuch
  • Duftlampe: 5 bis 10 Tropfen für 1 bis 2 Stunden, dann eine Pause
  • Seife: In 200 ml neutrale Seife gibt man 20 bis 25 Tropfen ätherische Öle
  • After-Shave: In 100 ml Rosenhyrolat bis zu 5 Tropfen ätherische Öle geben

 

Welche Öle kommen für den Einsteiger in Frage?

Aromapflege bzw. Naturkosmetik muss nicht teuer sein, ganz im Gegenteil: Sie ist eher günstig. Denn die fetten Öle sind für die Hautpflege sehr ergiebig und die ätherischen Öle werden gering dosiert, halten daher für viele Anwendungen. Mit einem fetten Mandel- oder Jojobaöl als Basis sowie Bergamotte, Cajeput, Lavendel fein, Mandarine rot, Orange und Weißtanne besitzt man ein gutes, kleines Sortiment für viele Gelegenheiten.

Hier ein paar duftende Ideen …

  • um morgens in Schwung zu kommen: Lemongrass, Pfefferminze, Spearmint, Zitrone
  • bei Sorgen und schlechter Laune: Linaloeholz, Orange, Rosengeranie, Tonka
  • für mehr Mut und Zuversicht: Grapefruit komplett, Vanille, Zeder
  • für unruhige und nervöse Personen: Lavendel fein, Ylang-Ylang komplett, Zeder
  • bei Schlaflosigkeit: Bergamotte, Lavendel fein, Mandarine rot, Zirbelkiefer

Die Aromapflege und Aromatherapie ist ein weites Feld, auf dem man stetig Neues lernen kann. Denn es gibt viel zu beachten und gleichzeitig so viele Möglichkeiten, mit den Pflanzenessenzen zu arbeiten. Für Wissbegierige gibt es bei den Seminarangeboten alles vom Einsteiger-Seminar bis hin zu Spezialseminaren. Schaut mal vorbei …

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